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Versöhnen: Streitschlichter klären manchen Konflikt

An der Friedrich-Uhlmann-Schule läuft das Programm seit 2004 erfolgreich, jetzt wird es auch am CLG etabliert

Gemeinsam nach Lösungen suchen: Katharina, Seline, Ebru, Selina, Akin, Kai, Phil und Lukas aus der neunten Klasse sind Streitschlichter an Friedrich-Uhlmann-Schule.

Aus einer kleinen Auseinandersetzung wird schnell ein handfester Krach, oft findet keiner für sich allein den Weg, das Kriegsbeil zu begraben. Wer in einer solchen Situation steckt, dem wird an der Friedrich-Uhlmann-Schule geholfen: Streitschlichter treten in Aktion.



Seit 2004 läuft das Programm an der Laupheimer Werkrealschule. „Ziel ist, dass die jungen Leute Konflikte eigenverantwortlich und einvernehmlich regeln“, sagt die Schulsozialarbeiterin Birgit Gutmann. Regelmäßig bildet sie Schülerinnen und Schüler ab der sechsten Klasse zu Streitschlichtern aus. Unterstützt wird sie dabei von der Lehrering Anke Pfeffinger. Die Ausbildung im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft dauert ein halbes Jahr. Die Teilnehmer müssen ihre Kenntnisse in einer schriftlichen und praktischen Prüfung unter Beweis stellen und erhalten eine Urkunde.

 

Etwa 20 Streitschlichter gibt es an der Schule, ein bis zwei Fälle kommen im Schnitt jede Woche auf den Tisch. „Das Konzept hat sicht bewährt“, sagt Gutmann. Vor allem in den unteren Klassenstufen werde das Hilfsangebot angenommen.

Ein Angelpunkt sind verbindliche Regeln für alle Beteiligten. Die Streitschlichter arbeiten immer zu Zweit, sie sind unparteiisch und unterliegen der Schweigepflicht. Die über Kreuz Geratenen gehen freiwillig in die Schlichtung. Zunächst wird geklärt, was der Stein des Anstoßes ist. „Das kann eine Beleidigung sein oder eine Tätlichkeit, oder jemand hat dem anderen etwas weggenommen, gepetzt oder etwas kaputt gemacht“, erklärt Lukas (14). Nicht selten liegt dem Zoff ein Missverständnis zugrunde.



"Das braucht Feingefühl"

"Streit ist normal - es kommt darauf an, Lösungen zu finden." Birgit Gutmann, Schulsozialarbeiterin

Die Kontrahenten bekommen Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge zu schildern und über ihre Gefühle zu sprechen. Schimpfwörter und Zeugenaussagen sind tabu, jeder lässt den anderen ausreden. Die Schlichter moderieren lösungsorientiert. „Das braucht eine Menge Feingefühl“, weiß Birgit Gutmann, die häufig im Hintergrund dabei ist und nötigenfalls eingreift.

 

Schließlich notieren die Konfliktparteien Antworten auf zwei Fragen: „Was erwarte ich vom anderen?“ und „Was bin ich bereit zu tun?“ Das mündet in eine schriftliche Vereinbarung, deren Erfolg bei einem Folgetermin überprüft wird. Bevor die Unterzeichner auseinander gehen, „achten wir darauf, dass sie sich die Hand geben und sich dabei anschauen“,

sagt Ebru (14).

 

Nach den Pfingstferien möchte Birgit Gutmann damit beginnen, die Streitschlichtung auch am Carl-Laemmle-Gymnasium zu etablieren. Zusammen mit ihrem Kollegen Helmut Gutmann wird sie bis Weihnachten eine erste Gruppe von Schlichtern ausbilden. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen, zwei Dutzend Interessierte haben sich schon gemeldet.


Das Modell findet auch räumlich gute Voraussetzungen am CLG: Im Zuge des Ausbaus zur Ganztagesschule ist im dann sanierten Nordtrakt des Gymnasiums ein Streitschlichterzimmer vorgesehen.

 

Schwäbische Zeitung vom 26.05.2012 / Regionalausgabe Laupheim

 

Link zur Rubrik Streitschlichter

 

 

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