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13 Kerzen leuchten für die Opfer

Menschen mit Behinderung und Schüler gedenken gemeinsam der ermordeten Juden

Werkrealschüler und Bewohner des Hauses St. Antonius stellten bei der gestrigen Gedenkstunde zur Reichspogromnacht gemeinsam 13 Kerzen auf, zur Erinnerung an die 13 jüdischen Menschen mit Behinderung, die zwischen 1939 und 1942 in der Pflegeanstalt Heggba

Von Reiner Schick

Laupheim „Wer der Taten gedenkt, der vergisst sie nicht“, sagte Bürgermeister Rainer Kapellen am Freitagabend beim gemeinsamen Gedenken an die Zerstörung der Laupheimer Synagoge im November 1938. Die Feier stand auch im Zeichen der Erinnerung an die Opfer der Deportationen jüdischer Mitbürger 1941 und 1942 – und an die Menschen mit Behinderung, die von den Nazis ausgegrenzt und ermordet wurden.

 

„Ich freue mich besonders, dass gerade die junge Generation bei der Gedenkstunde wieder Verantwortung übernommen hat“, sagte Kapellen und lobte damit das Engagement der Schüler der Friedrich-Uhlmann-Werkrealschule, die gemeinsam mit Bewohnern des Laupheimer Hauses St. Antonius des Heggbacher Wohnverbunds ein Zeichen für eine friedliche Zukunft setzten. In einem Projekt haben sie sich damit beschäftigt, wie es Menschen mit Behinderung während der NS-Diktatur ergangen ist. „Von 1939 bis 1942 lebten in der Pflegeanstalt Heggbach insgesamt 38 Juden, von denen 13 in Heggbach starben und auf dem jüdischen Friedhof in Laupheim bestattet wurden. Die 25 anderen wurden verlegt, ,euthanasiert’ beziehungsweise deportiert“, berichteten die Schüler.

In einer bewegenden Aktion verlasen sie zum Gedenken an die 13 Menschen mit Behinderung, für die auf dem jüdischen Friedhof ein Grabmal errichtet wurde, deren Namen und stellten – gemeinsam mit Bewohnern des Hauses St. Antonius – je eine Kerze zu den anderen, die bereits auf dem Platz vor dem Friedhof leuchteten.

Zu der von rund 150 Menschen besuchten Gedenkfeier spielten und sangen Schüler und Lehrer der Friedrich-Uhlmann-Schule die hebräischen Lieder „Kol dodi“ („Fliege hin ins ferne Land“), „Haschivenu“ („Bringe uns, Herr, wieder zu Dir“) und „Schalom chaverim“ („Friede mit euch, Freunde“). Danach machten sich die Teilnehmer in einer Lichterprozession auf den Weg zur Kirche der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, wo einst die Synagoge stand. Am dortigen Gedenkstein stellten sie die Kerzen nieder.

Wer der Menschen gedenkt, der vergisst sie nicht – darum seien an dieser Stelle die Namen der 13 Menschen mit Behinderung genannt, für die ein Grabmal auf dem jüdischen Friedhof errichtet wurde: Lina Weinmann, Thea Kahn, Sophie Reinauer, Fanny Lehrberger, Isidor Hess, Sophie Rosenstein, Zierle Hartheimer, Samson Neuburger, Getti Blumenfeld, Rosa Stern, Charlotte Henle, Johanna Strauß, Lina Löwenthal.

 

Schwäbische Zeitung vom 09.11.2012 / Regionalausgabe Laupheim

 

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