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„Jugendliche begleiten Jugendliche“

Laupheimer Schüler engagieren sich als Peer Guides im Museum zur Geschichte von Christen und Juden

David Haunschmid erklärt den angehenden Peer Guides, worauf es bei einer Ausstellungsbegleitung ankommt. Janina Burandt

Laupheim/sz: 28 Schülerinnen und Schüler von Laupheimer Schulen und zwei Erwachsene haben sich von Mitarbeitern des Anne-Frank-Zentrums Berlin zu Peer Guides ausbilden lassen. Nun dürfen sie eigenständig Schülergruppen durch die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ begleiten. Das Wort „peer“ kommt aus dem Englischen. Man kann es mit „der/die Gleichaltrige“ übersetzen. Das bedeutet also Jugendliche begleiten Jugendliche.


„Das Konzept der Peer Guides gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren“, erzählt David Haunschmid vom Anne-Frank-Zentrum. Die Schülerinnen und Schüler, die an der Ausbildung teilnehmen, kommen von der Friedrich-Uhlmann-Schule, der Friedrich-Adler-Realschule, dem Carl-Laemmle-Gymnasium und der Kilian-von-Steiner-Schule. Ihre wesentliche Aufgabe besteht darin, den Schülergruppen eine Orientierung durch die Ausstellung zu geben und sie am Rundgang mit verschiedenen Aktivitäten und Methoden zu beteiligen. Außerdem sollen sie die Schüler zu Gedanken und Gesprächen anregen. Sie führen also nicht durch die Ausstellung, sondern begleiten die Gleichaltrigen. Die Methoden erlernen die Jugendlichen in einem zweitägigen Training. „Die Schüler wurden gezielt angesprochen“, erklärt Marlen Schnabl, Schulsozialarbeiterin am Carl-Laemmle-Gymnasium. „Sie konnten aber auch noch jemanden mitbringen.“

Die Begleitung einer Schülergruppe dauert etwa zwei Stunden. „Im historischen Teil geht es um das Leben von Anne Frank und im aktuellen Teil um Identität, Gruppenzugehörigkeit, Diskriminierung und Engagement in der heutigen Zeit“, sagt David Haunschmid. „Die Peer Guides werden außerdem im Umgang mit schwierigen Situationen geschult, zum Beispiel wie sie sich gegenüber Störenfrieden am besten verhalten.“ Zusätzlich erhalten die Peer Guides ein kleines Handbuch mit Zusatzinformationen und Ratschlägen zur Ergänzung und Vertiefung der Thematik.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich während ihres Trainings interessiert und erarbeiteten mit David Haunschmid und Annemarie Hühne vom Anne-Frank-Zentrum die verschiedenen Methoden in den zwei Teilbereichen Geschichte und Gegenwart. Bei den Ausstellungsbegleitungen geht es auch darum, einen Zusammenhang zwischen Historie und heutigen Ereignissen herzustellen.

„Das Tagebuch der Anne Frank bietet einen Weg, sich mit dem Holocaust zu beschäftigen, ohne sich direkt mit dem Holocaust zu beschäftigen, da es um ihre Geschichte im Versteck geht“, sagt David Haunschmid zu den angehenden Peer Guides. „Das Leid eines Mädchens ist für Außenstehende greifbar.“

Dem stimmt Peer Guide Mertkan zu. „Ich habe viel über Anne Frank gelernt“, sagt er bei der offiziellen Ausstellungseröffnung.


Schwäbische Zeitung vom 07.03.2014 / Regionalausgabe Laupheim

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