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„Eine neue Lernkultur hält Einzug“

Gemeinderat hat entschieden:

Friedrich-Uhlmann-Schule soll Gemeinschaftsschule werden

Individualisiertes Lernen wird in der Friedrich-Uhlmann-Schule bereits praktiziert. Im „Lernbüro“ hat jedes Kind dafür seinen eigenen Arbeitsplatz. Foto: fus (Foto: Foto: fus)

Von Roland Ray

Laupheim sz: Jubelposen sind seine Sache nicht. Zufrieden sei er, „dass unser Ansinnen von der Stadt mitgetragen wird“, sagt der Rektor der Friedrich-Uhlmann-Schule, Johannes Welz. Am Montag hat der Gemeinderat beschlossen, die Umwandlung der Laupheimer Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule zu beantragen. Wer Welz kennt, spürt die Freude darüber hinter der nüchternen Wortwahl. Er ist zuversichtlich, dass das Land grünes Licht gibt.

Bis zum 1. Juni muss die Stadt den Antrag beim Regierungspräsidium stellen, damit die Gemeinschaftsschule im September 2015 starten kann. Das verlangt dem Uhlmann-Kollegium in den nächsten Wochen einiges an Arbeit ab. „Unser pädagogisches Konzept muss jetzt verfeinert werden, es ist Teil des Antrags“, erklärt Welz. In einem zweiten Schritt folgt dann die Umsetzung im Detail.

Im Genehmigungsverfahren prüft die Schulaufsicht sowohl das Konzept als auch die Rahmenbedingungen vor Ort. Mindestens zweizügig müssen Gemeinschaftsschulen sein und 40 Schüler pro Jahrgang unterrichten, lautet eine Vorgabe. „Ich gehe davon aus, dass das zu schaffen ist“, sagt Welz. Von den Räumlichkeiten her wäre es kein Problem.

Zupass kommt der Friedrich-Uhlmann-Schule, „dass wir einen Teil der Vision bereits umgesetzt haben“. 2001 wurde die teilgebundene Ganztagsbetreuung eingeführt, ein Jahr später die Schulsozialarbeit, 2012 individualisiertes Arbeiten in der Klassenstufe 5. Gemeinsamer Unterricht führt in das jeweilige Thema ein, danach erhalten die Schüler auf den Grundaufgaben aufbauende Lernjobs auf drei Niveaustufen. Sie definieren ihre Ziele mit, werden vom Lehrer eng begleitet. Klassenzimmer wurden zu „Lernbüros“ umgestaltet. „Das ist eine sehr überlegte Arbeit“, betont der Schulleiter. Darauf wollen er und das Kollegium aufbauen, in Kombination mit bewährten traditionellen Unterrichtsformen – „die Mischung macht’s“.

Mit der Gemeinschaftsschule halte eine neue Lernkultur Einzug, betont der Rektor. Das sollten, wünscht er sich, auch jene Kritiker bedenken, die allein vor dem Hintergrund ihrer eigenen, weit zurückliegenden schulischen Erfahrungen urteilten.

Gemeinschaftsschulen müssen Ganztagsschulen in gebundener Form sein. Die Vorbehalte vieler Eltern dagegen hofft Welz in der praktischen Umsetzung zu zerstreuen. Er verweist auf die steigende Nachfrage nach Betreuung im Kleinkindbereich – „da ist eigentlich zu erwarten, dass dieser Bedarf auch später vorhanden ist“. An der künftigen Friedrich-Uhlmann-Gemeinschaftsschule sei von einer Schulzeit von acht Stunden auszugehen – „bis 16 Uhr sollte weitgehend alles für den Tag erledigt sein, sodass Zeit für Vereinsaktivitäten bleibt“. An den vielfältigen außerunterrichtlichen Angeboten werde festgehalten – „Schule ist ein Stück Lebensraum und Ganztagsschule heißt nicht Ganztagsunterricht“.

In der Sekundarstufe II will Welz auf das berufliche Schulwesen setzen. Mit der Kilian-von-Steiner-Schule soll über eine Kooperation gesprochen werden.

Die Gemeinschaftsschule werde die Bildungslandschaft im Raum Laupheim bereichern, ist Welz überzeugt. „Je breiter das Angebot, desto eher wird es möglich sein, individuelle, passgenaue Lösungen zu finden.“

  • Wird die Gemeinschaftsschule in Laupheim genehmigt, startet sie zum Schuljahr 2015/2016 mit der Klasse 5. Die heutigen Drittklässler wären die ersten Schüler, die von dem neuen Angebot Gebrauch machen können.
  • An der Laupheimer Gemeinschaftsschule werden zwei Abschlüsse möglich sein: der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und der Realschulabschluss nach Klasse 10.
  • An der Friedrich-Uhlmann-Schule unterrichten aktuell 32 Lehrer 235 Schüler in elf Klassen.

Schwäbische Zeitung vom 26.03.2014 / Regionalausgabe Laupheim

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