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Laupheimer Fünftklässler werden zu Kleinbauern

 

Zusammenarbeit zwischen Friedrich-Uhlmann-Schule und Rayher ermöglicht Unterricht auf dem Acker

Text und Bilder von Thilo Bergmann

Julius hat Spaß bei der Kartoffelernte. "Das ist Abeit wie früher", sagt er.

LAUPHEIM - Am Dienstag haben Schüler der Friedrich-Uhlmann-Schule Kartoffeln geerntet - auf einem Acker der Laupheimer Firma Rayher, einem führenden Anbieter von Bastelartikeln.

Nachhaltigkeit erlebbar machen, so nennen das die Verantwortlichen. Im Erdreich wühlen und Neues entdecken, das ist es für die Schüler.

,,Schaut mal, da ist eine Maus", ruft einer der Schüler. Die anderen Kinder lassen ihre weißen Plastikeimer stehen und rennen dazu. Tatsächlich. Eine kleine, kaum zwei Zentimeter große Maus ist neben Kartoffeln und Wurzeln an das Tageslicht gekommen. Das ist Natur. Und die haben am Dienstag zehn Schüler aus zwei fünften Klassen und einer Vorbereitungsklasse der Friedrich-Uhlmann-Schule erleben dürfen.

 

,,Firmenchef ist sehr naturverbunden"

 

Angestoßen hat das Projekt der Laupheimer Bastelriese Rayher. Es ist auch ein Acker in Firmenbesitz, der mit Gemüse, Wildblumen und eben Kartoffeln bepflanzt wurde. Bis vor einigen Jahren wurde auf dem Feld südlich des Logistikzentrums an der Bahnhofstraße Mais angebaut. Dann hat es in der Firma neue Ideen zum Thema Nachhaltigkeit gegeben, erzählt Jennifer Härtel von Rayher. ,,Unser Chef Stephan Rayher ist sehr naturverbunden", sagt sie. 2015 wurde aus dem Acker schließlich eine Blumenwiese und Ackerfläche für den Eigenbedarf. Mitarbeiter pflegen die Pflanzen. Bei der Feldarbeit kommen die Kollegen unterschiedlichster Abteilungen ins, Gespräch, schwärmt Jennifer Härtel.

Hannes Wegerer von Rayher schaut nach einem der sieben Bienenvölker auf dem Firmengelände.

Direkt neben der Blumenwiese leben sieben Bienenvölker in ihren Stöcken und produzieren bis zu 200 Kilogramm Honig pro Jahr. Hannes Wegerer ist bei Rayher für das Qualitätsmanagement und für das Nachhaltigkeitsprojekt verantwortlich. Bald steht für ihn die Honigernte an, dann müssen die Bienen bereits wieder für den Winter vorbereitet werden. ,,Das Projekt verändert sich ständig", sagt Wegerer. Auf dem Dach der Logistikhallen gibt es außerdem Solarmodule. Für das Nachhaltigkeitsprojekt wurde die Firma Rayher 2016 von der Stadt Laupheim mit dem Umweltpreis ausgezeichnet.

,,Das ist Arbeit wie früher“, sagt Julius

Jüngste Neuerung im Nachhaltigkeitsprojekt ist die Kooperation mit der Friedrich-Uhlmann-Schule. Anton Mayer, Betriebsratsvorsitzender bei Rayher, fährt mit einem Traktor und einem Kartoffelroder über den Ackerstreifen. Er kümmert sich gemeinsam mit Wegerer um das Projekt und ist begeistert von den Helfern auf dem Feld. „Hier lernen die Schüler, was man für Pommes tun muss“, sagt er.

Die Schüler legen die aufgesammelten und gewaschenen Kartoffeln zum Trocknen aus.

Die zehn Schüler bücken sich und graben im Boden nach den Knollen. Vor einigen Monaten waren einige von ihnen bereits einmal da und haben Unkraut gejätet. Da was er aber deutlich heißer. „Das war richtig anstrengend, heute ist es besser“, sagt Schülerin Irma. Auch Julie gefällt die Gartenarbeit. „Es ist anstrengend, aber es macht trotzdem Spaß“, sagt sie. Julius wühlt sich wenige Meter weiter durch die Erde. „Mir gefällt, dass es draußen ist. Das ist Arbeit wie früher“, sagt er. Für die Klassenlehrerin Maria Athanasiadou ist das Projekt etwas Besonderes. „Das passt perfekt in den Bildungsplan“, sagt sie. Denn die Schüler würden auf diese Weise nicht nur von Arbeitsblättern lernen, sondern direkt vor Ort. „Ich hoffe, wir können die Kooperation noch weiter ausbauen“, sagt sie.

 

 

Aber erst einmal müssen die geernteten Kartoffeln gewaschen werden. Ganz schön ungemütlich bei dem schlechten Wetter. Danach werden sie zubereitet. „Es gibt Kartoffeln mit Käs“, sagt Anton Mayer. „Typisch schwäbisch eben.“

 

Schwäbische Zeitung vom 26.07.2017 / Regionalausgabe Laupheim

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