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Kurios: Boxen soll Gewalt verhindern

Sportlehrer Tom Mittelbach hat an der Werkrealschule ein außergewöhnliches Projekt gestartet

 

Boxen als Gewaltprävention? „Das hört sich erstmal paradox an“, gibt Tom Mittelbach, Sportlehrer an der Friedrich-Uhlmann-Werkrealschule in Laupheim, zu. Dass es aber gerade kein Widerspruch ist, soll sein Sportprojekt für die Klassen 5 und 6 zeigen.

 

 

Fünf Jungs und sogar sieben Mädchen haben sich für Mittelbachs „Box-AG“ angemeldet. Ein halbes Schuljahr lang treffen sie sich jeden Montag für eineinhalb Stunden in der Mehrzweckhalle am Laubachweg. Im zweiten Halbjahr dürfen dann zwölf andere Schüler ran.

 

Nach einem Aufwärmprogramm mit Schrittübungen und Schattenboxen vor dem Spiegel können es die elf- bis zwölfjährigen Kinder kaum erwarten, in die roten Boxhandschuhe zu schlüpfen. Sie sind Teil der Ausrüstung, die sich die Schule mit der Unterstützung in Höhe von 500 Euro durch den kommunalen Präventionspakt „KOMM“ des Landkreises Biberach angeschafft hat. „Tun wir jetzt schon richtig rumboxen?“, fragt ein Mädchen, nachdem es die Handschuhe übergezogen hat. Andere fragen erst gar nicht und legen gleich im Stil von Klitschko & Co. los. „Stop!“, ruft Mittelbach und erinnert an die Vereinbarung, die jeder vor dem Start des Projekts unterzeichnen musste. Darin lehnen sie Gewalt ab und versprechen einen respektvollen Umgang mit den anderen Teilnehmern. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Verwarnung oder gar dem Ausschluss rechnen.

 

„Denkt daran, es ist euer Partner, nicht euer Gegner, mit dem ihr trainiert“, mahnt Mittelbach. Die Kinder sollen lernen, ihr Temperament, das vielleicht in Aggression umschlagen kann, zu zügeln. „Je früher man das lernt, desto mehr wirkt es sich auf die Entwicklung der Persönlichkeit aus“, sagt Mittelbach, weshalb er sich entschieden hat, bereits Fünftklässler ins Projekt aufzunehmen.

 

„Es geht nicht darum, auszuteilen“

Vor seinem Engagement als Sportlehrer an der Friedrich-Uhlmann-Schule hat Tom Mittelbach mehrere Jahre lang als Streetworker in der mobilen Jugendarbeit in der Ulmer Weststadt gearbeitet. Dabei machte er die Erfahrung: „Sich in einer Gruppe einzufügen und Regeln unterzuordnen, das kann man vor allem im Sport gut lernen. Und beim Boxen kommt hinzu, das man wie in kaum einer anderen Sportart darauf achten muss, seinen Gegenüber nicht zu verletzen.“ Das versucht Mittelbach, seinen Schülern immer wieder zu vermitteln. „Es geht nicht darum, auszuteilen“, sagt er ihnen, „der beste Schlag ist der, den man nicht einstecken muss.“ Nach zwei Übungsnachmittagen macht es allen Spaß. So auch Manuel, der auch schon Fußball gespielt hat, aber „einfach mal was anderes ausprobieren“ wollte. Dass so viele Mädchen mitboxen, stört die Jungs nicht. Im Gegenteil. „Das ist doch lustig“, sagt Zal. „Es wäre schön, wenn auch die Jungs mehr Mädchensachen machen würden“, fügt Serim an. Derweil hat Elena den Sinn des Projekts offenbar schon voll und ganz verinnerlicht: „Ich mache mit, weil ich mich zu oft mit meiner Schwester streite. Ich möchte lernen, nicht mehr so aggressiv zu sein – weil ich sonst Hausarrest kriege.“

 

Schwäbische Zeitung vom 29.09.2011 / Regionalausgabe Laupheim

 

Link zu den Freizeit-AGs der Ganztagesbetreuung

 



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