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Friedrich-Uhlmann-Schule will Rassismus im Sport und im Alltag entgegentreten

Die Ausstellung „Tatort Stadion 2“ in der Mensa Rabenstraße soll einen Anstoß geben

Bis 26. Juli ist die Ausstellung „Tatort Stadion 2“ in der Schulmensa zu sehen. (SZ Laupheim)

„Tatort Stadion 2" heißt eine Ausstellung, die seit acht Jahren durch Deutschland tourt und jetzt in der Mensa Rabenstraße Station macht. Nach Laupheim geholt hat sie die Friedrich-Uhlmann-Schule. Seit Mai 2011 ist die FUS eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage"; sie hat sich selbst verpflichtet, mit Aktionen für dieses Prädikat einzustehen.

In diesem Rahmen informiert die Ausstellung auf 28 Tafeln über Diskriminierung im Fußball in Form von Rassismus und Antisemitismus, Sexismus und Homophobie.

Bei der Eröffnung am Montag betonte der Rektor Johannes Welz, dass gerade Fußball ein Ereignis sei, dass die Massen mobilisiere und bei dem negative Entwicklungen oft überlagert, verdrängt oder einfach nicht bemerkt würden. „Mit dieser Ausstellung zeigen wir Flagge gegen rassistische und diskriminierende Tendenzen im Fußball", betonte Welz.

Der Schülersprecher Lukas Ganser stellte den Bezug zwischen der Ausstellung und der Fußball-Europameisterschaft 2012 her: „Zu jedem Sport gehört Fairness, von den Spielern und den Fans. Denn rassistische Äußerungen werden vor allem während der EM gemacht." Deshalb wolle die SMV über Rassismus während der EM aufklären.

Negative Erfahrungen haben einige seiner Mitschüler gemacht. „Weil die Türkei nicht dabei war, wurde ich dauernd aufgezogen", erzählt der 13-jährige Muhammed, und Sefa (15) ergänzt: „Das Gleiche passierte, als Russland rausgeflogen ist."

Angesichts der Ausschreitungen zwischen Hansa Rostock und Sankt Pauli findet Jonas (13) es unangebracht, wenn die Fans ihre Vereine gegenseitig schlecht machen: „Es ist doch nur ein Spiel, da sollte man freundlich zueinander sein." Aber auch außerhalb des Fußballs gehören rassistische und sonstige Beschimpfungen zum Alltag: Beim Schwimmtraining musste sich der FUS-Schüler Leotrim Äußerungen wie „Du Schwuchtel, schwimm schneller" anhören.

Diese Beobachtung macht auch der Sport- und Verbindungslehrer Tom Mittelbach häufig: „Im Jungensport beschimpft man sich auf alltägliche oder auch rassistische Weise. Dagegen wollen wir angehen, nicht nur im Sport, sondern überall dort, wo junge Leute aufeinander treffen." Mittelbach ist während seiner Zeit als Ulmer Stadtrat auf das „Bündnis aktiver Fußballfans" gestoßen, das die Ausstellung entwickelt hat. In Laupheim will er nun zusammen mit der SMV und Schulsozialarbeiterin Birgit Gutmann dem Publikum einen Anstoß geben: „Angesichts rassistischer Sprüche gegen Özil auf Twitter bei der EM wollen wir offenem Rassismus entgegentreten. Die Ausstellung soll einen Beitrag dazu leisten."



Schwäbische Zeitung vom 18.07.2012 / Regionalausgabe Laupheim

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